Badideen Aktuell

Vermieter muss handeln

Wenn es tropft
Ein Vermieter ist verpflichtet, seine vermietete Wohnung instand zu halten. Wasserleitungen muss er aber nicht ständig überprüfen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Probleme mit Wasserleitungen sind vielfältig: Verstopfungen, Löcher, kaputte Dichtungen. Der Vermieter ist dabei nicht verpflichtet, ständige Überprüfungen vorzunehmen. Besteht jedoch ein Anhaltspunkt, etwa wenn Wasser von der Decke tropft, dann muss er tätig werden. Das entscheidet das Landgericht Berlin (Az.:63S470/10). Wer bei einem Schaden grundsätzlich für die Reparaturkosten aufkommen muss, hängt maßgeblich davon ab, wer den Mangel zu verantworten hat. Bei undichten Rohren wird in der Regel der Vermieter die Reparaturkosten übernehmen. Der Mieter kann immer dann zur Verantwortung gezogen werden, wenn der Mangel entstanden ist, weil er sich nicht vertragsgemäß verhalten hat.

Mietwohnung

Duschen nach 22 Uhr erlaubt
In einem Mehrfamilienhaus müssen Nachbarn auch nach 22 Uhr mit der einen oder anderen Ruhestörung rechnen. Laut des Deutschen Mieterbundes gilt von 22 Uhr bis morgens 6 Uhr zwar die sogenannte Nachtruhe, aber nicht uneingeschränkt. Es gibt Ausnahmen, darunter diese drei Beispiele: Mieter haben das Recht, auch nach 22 Uhr die Rollläden ihrer Wohnung herunterzulassen. Ein Nachbar, der sich durch die lauten Geräusche der Außenjalousie gestört fühlte und behauptete, sein Kind würde hierdurch allabendlich aus dem Schlaf gerissen, erhielt vor dem Amtsgericht Düsseldorf (55C7723/10) eine Abfuhr. Zum normalen Gebrauch der Mietwohnung gehören auch das Betätigen von Wasserhahn, Wasserspülung und nächtliches Duschen oder Baden. Ein Baby darf auch nachts schreien.

Kühlschrank abtauen lassen

Kühlschrank regelmäßig abtauen 
Sommer und Winter, Tag und Nacht: Der Kühlschrank läuft immer. Damit er nicht zu einem echten Stromfresser wird, hilft es, ihn regelmäßig abzutauen. Denn vereiste Kühlfächer kosten unnötig viel Energie, da die Kälte durch die Eisschichten in den Innenraum gelangen muss. Das Abtauen sollte man am besten vor dem Sommerurlaub oder an kalten Wintertagen vornehmen. Für eine reduzierte Stromrechnung hilft es auch, die Türen möglichst selten zu öffnen. Denn jedes Öffnen erwärmt den Kühlschrank und die Temperatur wieder herunterzukühlen, kostet wieder Energie.

Mülltrennung Mietersache

Mülltrennung ist Mietersache
Vermieter darf entstehende Mehrkosten umlegen
Mieter müssen unter Umständen die Kosten tragen, die anfallen, um eine Mülltrennung im Haus zu überprüfen und Abfall nachzusortieren. Diese Zusatzausgaben für Vermieter dürfen als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Das Amtsgericht Frankenthal hat dies in einem Urteil entschieden, auf das die Verbraucherzentrale hinweist.
Im verhandelten Fall trennten Mieter einer Wohnanlage den Müll nicht richtig. Der Vermieter musste für die Müllbeseitigung mehr bezahlen und führte die Mehrausgaben in den Nebenkostenabrechnung anteilig auf. Nach Ansicht des Gerichts hat sich der Vermieter sich richtig verhalten: Es entspreche heute den Wünschen und Vorstellungen des Großteils der Mieter, dass Müll richtig getrennt wird. Sowie Kosten für die Reinigung von Gärten, Plätzen und Hausfluren seien auf alle Mieter umlagefähig, obwohl unter Umständen nur manche die Bereiche verschmutzen. Der Vermieter solle nicht für das pflichtwidrige Verhalten ihrer Mieter haften müssen, so das Gericht

Wer muss Schnee schieben?

Leise rieselt der Schnee, still und starr liegt er da, auf dem Bürgersteig. Wer räumt ihn weg?
Es ist Winterzeit. Kinder und Wintersportler freuen sich über den Schnee. Natürlich beschert uns die kalte Jahreszeit nicht nur wunderschöne Landschaften, sie bringt Mietern und Vermietern auch Unannehmlichkeiten. Die Verkehrssicherungspflicht zwingt zum Streuen und Schneeräumen. Bei öffentlichen Gehwegen hat zunächst die Gemeinde die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Die Gemeinden nutzen nahezu immer die gesetzliche Möglichkeit, diese Pflicht auf die Straßenanlieger abzuwälzen, sprich auf die Hauseigentümer. Ab 6 Uhr sind die Gehwege von Schnee und Eisglätte zu befreien. Sand streuen und Schnee schippen gehört zu den Räum- und Streupflichten des Vermieters. Der Eigentümer kann aber durch ausdrückliche Regelung im Mietvertrag diese Winterpflichten auf die Mieter abwälzen.Falls der Mieter verhindert ist, muss er für eine Vertretung sorgen.

Kälteschutz für Vögel

Nistkästen für Vögel sind schon seit vielen Jahrzehnten am Haus und im Garten sehr beliebt - wichtig ist hierbei, die Kästen zu reinigen. Entfernen Sie im Herbst altes Gelege, benutzen Sie für die Reinigung Arbeitshandschuhe, da das Gelege häufig Parasiten enthält. Lassen Sie die Vogelkästen über Winter hängen - zwar verwittern sie etwas schneller, doch suchen viele im Winter bei uns verbliebene Singvögel bei starkem Frost den nächtlichen Schutz dieser Kästen auf.